Zahnfleischbluten ist meist ein Anzeichen einer Gingivitis (Zahnfleischentzündung im Frühstadium). Wird der Plaque, der sich auf der Zahnoberfläche ansammelt, nicht entfernt, rötet sich das Zahnfleisch, wird empfindlich und kann beim Zähneputzen bluten. In diesem Stadium ist im Gewebe noch kein dauerhafter Schaden entstanden; mit regelmäßiger Reinigung und geeigneter Mundpflege ist der Zustand umkehrbar.
Häufige Ursachen
An erster Stelle stehen unzureichendes Zähneputzen und die fehlende Reinigung der Zahnzwischenräume. Auch Zahnstein, nicht passgenaue Füllungs- oder Prothesenränder, Tabakkonsum, Vitamin-C-Mangel, Schwangerschaft und Diabetes können die Blutung verstärken. Werden gerinnungshemmende Medikamente eingenommen, kann die Blutung deutlicher ausfallen; diese Angabe sollte dem Zahnarzt mitgeteilt werden.
Mundpflege zu Hause
Empfohlen werden zweimal täglich mindestens zwei Minuten Zähneputzen mit einer weichen Bürste sowie die Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder einer Interdentalbürste. Wird der blutende Bereich nicht geputzt, kann dies zum Fortschreiten der Entzündung führen; empfohlen wird eine schonende, aber regelmäßige Reinigung. Nimmt die Blutung innerhalb von zwei Wochen nicht ab, reicht die Pflege zu Hause allein nicht aus.
In welchen Fällen sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden?
Bei anhaltender Blutung, Schwellung, nicht abklingendem Mundgeruch, Zahnfleischrückgang oder gelockerten Zähnen ist eine parodontale Beurteilung erforderlich. Im weiteren Verlauf kann sich die Entzündung vom Zahnfleisch auf den Knochen ausbreiten, und der entstandene Knochenverlust ist nicht rückgängig zu machen. Eine frühzeitige Beurteilung ermöglicht es, die Behandlung mit begrenzteren Maßnahmen durchzuführen.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information im Sinne des Gesundheitsschutzes und der Gesundheitsförderung; er ersetzt keine zahnärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung.